Eine Geburt hat im Beisein einer Hebamme stattzufinden, das ist bis heute so gesetzlich geregelt: Österreich im Mutter - Kind - Pass, Deutschland im Mutter - Pass. Die Meldung an das Standesamt ist in einem ganzen Staat gültig, also Landesweit geregelt, der Umgang mit Todesfällen ist in jedem Bundesland anders geregelt, die Zuführung zur Totenbeschau ist der erste Akt zu einem Begräbnis, denn ohne dem Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau darf kein Bestatter tätig werden. Das Mindeste einer Dokumentation ist ein Leichenbegleitschein, der bei frühen Fehlgeburten in Verbindung mit einem Begräbnis auf Kosten der Gesellschaft ausgestellt werden darf. Diese bei der Geburt anwesende Hebamme muss jedes Kind dem Standesamt (früher Kirchengemeinde) melden, sofern das Kind ein Mindestmaß aufweißt (Beispiel: zumindest 35 cm, vor der 18. SSW. gestorben, oder es gibt (wie in Wien seit 17.09.2004 ) eine Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm. Die bei einer Geburt anwesende Hebamme ist auch dazu berechtigt, bei einem im Sterbeprozeß befindlichen Kind oder bei still geborenen Kindern auf Wunsch der Eltern/ Angehörigen eine Nottaufe zu vollziehen. Wie diese Einträge in der Kirchengemeinde von Döbriach aussehen, können Sie auf dieser Seite einsehen. Es handelt sich um notgetaufte Kinder, wo ich die Namen der Eltern im moment noch nicht lesen kann.

notgetaufter Knabe - Namen der Eltern kann ich nicht lesen

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=25

Beerdigt: 1858 am Friedhof Döbriach

 

notgetaufter Knabe - Namen der Eltern kann ich nicht lesen

verstorben Laufenberg 15 am 23.3.1860

Mutter Maria

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=35

 

notgetaufter Knabe - Namen der Eltern kann ich nicht lesen

Darauf ist zu Achten, wer die Genealogie/ Ahnenforschung nach Grabsteinen macht: Auf einem Grabstein darf stehen, was der Auftraggeber gegenüber dem Steinmetz angibt. Der Steinmetz benötigt keine Urkunden, es muss der Verstorbene auch nicht in diesem Grab liegen. Der aktuell Grabnutzungsberechtigte muss einverstanden sein mit dem Aussehen der Gravur (z.B. Schriftart, Größe und Farbe, nur beschränkt mit dem Inhalt).

getauftes Kind - Namen der Eltern und des Kindes kann ich nicht lesen Zeile 1

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=79

notgetauftes Kind - Namen der Eltern kann ich nicht lesen

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=93

getauftes Kind - Namen der Eltern kann ich nicht lesen Niederdellach 3 Zeile 5

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=103

notgetauftes Kind - Namen der Eltern kann ich nicht lesen, Vater Georg ? http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=106

 

notgetauftes Kind - Namen der Mutter Anna Grojer

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_025-1/?pg=113

 

am 7.5.1888 still geborenes Kind - Namen der Mutter Anna Aigensperger

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/gurk/doebriach/D06_026-1/?pg=8

 

Betrifft u.a. das nebenan stehende Bild: weltweit sind in den vergangenen Jahrzehnten auf zunehmend mehr Friedhöfen Sammelgräber für Fehlgeburten - an manchen Orten für Fehl- und Totgeburten entstanden. Die Totenbeschau-, Kremierungs- und Begräbniskosten übernimmt bei dieser Begräbnisform in der Regel die Gesellschaft. Ausnahmen bestätigen diese Regel: es gibt auch Friedhöfe, die einen einmaligen Kostenbeitrag den Angehörigen vorschreiben.

Auf manchen Friedhöfen gibt es auch nur einfach einen Gedenkstein, damit die Angehörigen zu einen während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbenen Kind ihre Trauerarbeit leisten können, ohne das hier ein Begräbnis stattfindet oder in der Vergangenheit ein Begräbnis stattgefunden hat.