Die seit 1970 geborenen Kinder werden auch "Indigo-", "Sternen-" oder "Kristallkinder" oder häufig auch einfach "Kinder unserer Zeit" wahrgenommen. Weltweit tauchen zahlreiche Kinder und Jugendliche auf, die ungewöhnliche Begabungen zeigen. Sie sind besonders intuitiv, kreativ und unabhängig. Einige von ihnen verblüffen durch außergewöhnliche Fähigkeiten: sie sind hellsichtig, telepathisch oder heilerisch veranlagt. Ihre Fähigkeiten werden von ihrem Umfeld allerdings nicht selten falsch gedeutet und zuweilen mit psychiatrischen Diagnosen versehen (Krankhafte Angst, Phobien u.ä.). Erythrophobie = Angst vorm Erröten Panik - Attacken Angst ( Agoraphobie) und .... Caniophobie = die Angst vor Veränderung Sensibel soziale Phobien Emetophobie Zwangsstörungen

Geheimnisse enthüllen oder darüber schweigen? Hat Ihr Kind/Partner die Angst, anderen nicht zu genügen? Die verwundete Seele reagiert mit Rückzug, Depressionen, Angstzuständen, aggresivem Verhalten gegenüber Lehrern, Arbeitgebern, Behörden und Eltern und/ oder mit zwanghaftem Verhalten, z.B indem er/Sie sich ständig Wäscht? Meist ist es ein nichtiger Anlass, der die Menschen zum totalen Rückzug - und damit subjektiv in Sicherheit - bringt - dann lesen Sie diesen Artikel!

Allein zu Leben ist für zunehmend mehr Menschen eine bewußt getroffene, gerne gelebte Lebensform - ob dauerhaft (also lebenslänglich) oder aber zeitweilig. Nicht jeder - ob Selbstbetroffener oder als Famlienangehöriger - fühlt sich wohl: Zunehmend häufiger treten folgende Phänomene das auch in unseren "zivilisierten" Ländern auf: Wie Einsiedler in der Kartause : Die japanischen Hikikomori sind lieber einsam als erwachsen - von Andrea Waldbrunner www.derStandart.at vom 1.4.2006

 

Irgendwann schloss Hiroshi die Türe hinter sich. Er wollte für das Leben da draußen nicht mehr verfügbar sein. Seither betrachtet er die Welt nur mehr durch den Online - Anschluss seines Computers und gewinnt damit eine Perspektive auf eine Welt, in der er sich sicher fühlt. Hiroshi ist einer von Japans rund einer Million junger Menschen, diie die Einsamkeit gewählt haben - um dem Leben und dem Druck draußen zu entfliehen. Das Zimmer des heute 22 jährigen Hiroshi im Hause seiner Eltern im Tokioer Stadtteil Jiyugaoka ist keine 10 m2 groß. Er verläßt es nur, wenn ihn ein dringendes Bedüfnis plagt. Comics, Kinofilme und CD´s bestellt er übers Internet. Seine Mutter kocht zweimal täglich für ihn und klopft dann an seine Zimmertüre, damit er sich einmal mehr wotlos das Tablett schnapp. Die leeren Schüsseln stellt er irgendwann später vor die Türe. Seit drei Jahren geht das schon so. Arbeit hat Hiroshi keine. In westlichen Industriestaaten würde man dem jungen Mann vielleicht vorschnell das Ethikett eines "Spinners" aufkleben oder Ihn jenen zurechnen, denen es an Sozialkompetenz fehlt. Hier in Japan nennt man Menschen wie ihn " Hikikomori" - das bedeutet: sich zurückziehend. Das Problem mit den sich Zurückziehenden ist zu "nationalen Tragödie" geworden, klagt Tamaki Saito, Mediziner und einer der wenigen Hikikomori - Experten Japans. Überall auf der Welt leiden Menschen unter dem Druck, der in einer leistungs- und konsumorientierten Welt auf ihnen lastet, aber nirgendwo reagieren die Menschen derart wir in Japan, dass sie in so großer Zahl die Schule oder den Arbeitsplatz verlassen, dass Sprechen einstellen und fortan in totaler Isolation leben. Die Betroffenen würden ein Adoleszenstrauma erleiden, schreibt Saito in seinem theoretischen Arbeiten, und "weigern sich daher, erwachsen zu werden". 2001 nahm sich erstmals das japanische Gsundsheitsministeriums des Themas an und untersuchte mehr als 6000 junge Menschen zwischen 15 und 35, die auffällige SYmptome zeigten. Es stellte sich heraus, dass drei Viertel der Betroffeffenen Männer sind, die vorwiegend im städtischen Raum leben und manche schon zehn Jahre wie Einsiedler in der Kartause verbracht hatten. Was einen Hikikomori ausmacht, ist medizinisch noch immer schwer fassbar, obwohl das Phänomen prinzipiell schon in den 70er Jahren als "Aphatie Syndrom" bekannt war. Man weiß mittlerweile, dass so eine verwundete Seele mit Depressionen, Angstzuständen, aggresivem Verhalten gegenüber Lehrern und Eltern oder zwanghaftem Verhalten wie ständigem Waschen auf sich aufmerksam machen. Meist ist es ein nichtiger Anlass, der die Menschen zumtotalen Rückzug - und damit subjektiv in Sicherheit - bringt. Hiroshis Mutter wurde von der Schulleitung verständigt, dass ihr Sohn nicht mehr in der Schule erscheint, und fand später heraus, dass es ab jenem Tag war, an dem ein Lehrer ihn im Chemieunterricht zurechtgewiesen hatte. Die betroffenen Jugendlichen verzweifeln meist an den Werten, die in der japanischen Gesellschaft hochgehalten werden: Leistung, strenge Organisation, Angepasstheit und niemandem zur Last fallen. Über all dem steht der Scham. So geraten Betroffene und Angehörige in einen Sog, der sie zwangsläufig tief nach unten zieht. Meist erkennen Eltern nicht, dass ein Hikikomori unter ihrem Dach wohnt. Wird irgendwann das auffällige Verhalten des Sprößlings doch augenscheinlich, beschweigt man dies als Familienangelegenheit. Ein direktes Ansprechen vom Problemen ist nach japanischer höflicher Art selbst im engsten Familienkreis unüblich. Horishis Mutter hält ihren Nachbarn die Illusion aufrecht, ihr Sohn sei beruflich dauernd auf Reisen. Den Anstoß, ihre Scham zu überwinden und eine Selbsthilfegruppe in Tokio zu kontaktieren, verdankt Sie enem Zeitungsartikel, in dem ein betroffener Vater zu Wort kam. Es wäre nicht so, dass die japanische Regierung die Tragödie um die einsamen jungen Menschen nicht prinzipiell erkannt hätte, doch Therapieplätze und Beratungsstellen sind rar. Umstritten sind auch die Methoden von selbsternannten Therapeuten, die aus den Betroffeneb den letzten Rest von Selbstwertgefühl mit Sätzen wie "Du bist so viel wert wie ein Stück Scheiße" hinausbrüllen, um sie dann wieder kleinweise aufzubauen. In Tamaki Saitos Klinik in einer Nachbarstadt Tokios wurden dagegen in konventionellen Gruppen- und Einzeltherapien rund 3000 Menschen ambulant behandelt. Er beruft sich auf eine Erfolgsquote von 30%, das heißt, Patienten sowiet stabilisiert zu haben, dass sie wieder am sozialen Leben teilnehmen, nicht aber, dass sie einen Beruf ausüben können. Aber die Leute müssen ihn aufsuchen - und das ist die größte Hürde. Wie kommt man an Hikikomori heran? Ärzte und Sozialarbeiter haben meist nur die Möglichkeit, sich in Chatforen einzuklinken und unter einem Pseudonym Kontakt aufzunehmen. Nach monatelangem, anonymen Mail-Kontakten gilt es dann schon als Erfolg, wenn ein erstes Telefongespräch zustande kommt. Manche erzählen dann, dass sie sich nicht trauen, jemanden persönlich zu treffen - aus Angst nicht zu genügen. Oder aus Angst, gefragt zu werden, wo sie in den vergangenen 5 Jahren gewesen seien. Dann können sie nur erwidern "in meinem verdunkelten Zimmer".