Sehr geehrte Damen und Herren, die dramatischen Ereignisse im Zusammenhang mit der Adoption unserer jüngsten Tochter haben mich dazu bewogen, unsere Erfahrungen in Form eines Tatsachenromans mit dem Titel „Angst um Melanie“ niederzuschreiben und sie so allen Interessierten bzw. von dieser Thematik Betroffenen zugänglich zu machen.

 

Das Buch Adoption - und danach?: Erfahrungen, Orientierungen und Berichte über die Adoption fremdländischer Kinder wird herausgegeben von der Adoptionsvermittlung "Eltern für Kinder e.V.", Berlin in Verbindung mit dem "Bundesverband für Eltern ausländischer Adoptivkinder e.V.", Breisach. Autorenhonorare kommen Entwicklungsprojekten von "Eltern für Kinder e.V." zugute. Ist die Integration fremdländischer Kinder möglich, kann deren Adoption gelingen? Ist die Adoption wirklich eine Hilfe für ein Kind aus der Dritten Welt? Welche besonderen Probleme gibt es in der Schule? Ist ein fremdländisches Adoptivkind auch als Heranwachsender noch in unsere Gesellschaft integriert? Was bleibt den Eltern, wenn das Kind erwachsen wird? Will es in sein Heimatland zurückkehren? Wie wirken sich Ausländerfeindlichkeit und Arbeitslosigkeit aus?

Die Erfahrungen, die in diesem Buch dargestellt werden, sind eine Orientierungshilfe für Eltern mit fremdländischen Kindern ebenso wie für Eltern, die daran denken, ein Kind aus der Dritten Welt zu adoptieren, und vor allem auch für Berater, Lehrer und Erzieher, die mit diesen Problemen befasst sind.

 

Zum Buch Ich sehne mich nach einem Kind. Der lange Weg bis zur Adoption: Die Autorin hat in Tagebuchaufzeichnungen die leidvollen Erfahrungen festgehalten, die im Zusammenhang mit der ungewollten Kinderlosigkeit stehen. Sie beschreibt, wie unerträglich der Schmerz über die Unfähigkeit, ein Kind zu zeugen, werden und die Sehnsucht nach einem Kind das ganze Leben bestimmen kann. Erst als die Entscheidung zur Adoption eines Kindes fällt, erwachsen aus der neuen Hoffnung wieder Lebensmut und Kraft, um den beschwerlichen und langwierigen Weg durch den Dschungel der Bürokratie zu wagen.

Die junge Amerikanerin Michele Launders wird ungewollt schwanger und beschließt trotz großer Zweifel, das Baby zur Adoption freizugeben. Sechs Jahre später erfährt sie durchs Fernsehen von einem kleinen Mädchen, das von seinen Adoptiveltern zu Tode misshandelt worden ist. Ihr Entsetzten ist grenzenlos, als sich herausstellt, dass dieses Kind ihre Tochter ist. Der erschütternde Bericht einer Mutter, die das Beste gewollt und dadurch unsägliches Leid erfahren hat. Mehr darüber erfahren Sie im Buch Meine Schuld wird nie vergehen.

 

Fehlende Bindungserfahrungen und trotzdem Heilung

Die international renommierten Autoren diskutieren die Folgen von schwerwiegender Vernachlässigung im frühen Kindesalter und die möglichen positiven Veränderungen für die betroffenen Kinder durch Pflege- und Adoptiveltern. Die Untersuchungen von Rene Spitz zum Hospitalismus haben gezeigt, daß ausreichende Ernährung und Versorgung allein nicht ausreichen: Kinder brauchen für eine gesunde psychische Entwicklung auch Bindungspersonen, die ihre emotionalen Bedürfnisse befriedigen. Vor dem Hintergrund der Bindungstheorie von John Bowlby konnte die Bindungsforschung nachweisen, daß eine Vernachlässigung der frühen emotionalen Bedürfnisse eines Säuglings Schädigungen in der Hirnreifung zur Folge hat. Diese sind eine Ursache für die Entwicklung von schweren psychopathologischen Auffälligkeiten, die wir auch als Bindungsstörungen diagnostizieren. Wenn die elterlichen Fähigkeiten zur Förderung der emotionalen Entwicklung ihres Kindes nicht ausreichen oder sich schädigend auswirken, wird oft eine Fremdbetreuung des Kindes in einer Pflege- oder Adoptivfamilie erwogen. Dies kann zu neuen,"heilenden" Bindungserfahrungen des Kindes führen. Die Beiträge erläutern die rechtlichen Zusammenhänge und Fragen wie etwa Besuchskontakte, betreuter Umgang oder Rückführung des Kindes in seine Ursprungsfamilie unterbindungs dynamischen Gesichtspunkten. mehr dazu finden Sie im Buch Kinder ohne Bindung. Deprivation, Adoption und Psychotherapie.