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Abbruch einer Schwangerschaft in Zeiten von Corona

27.3.2020 Schwangerschaftsabbrüche während der Corona-Pandemie: "Ansonsten werden wir bald Szenen wie vor 1975 erleben ....

Der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist in Österreich beschränkt. Die Corona-Pandemie wird die Situation weiter verschärfen. Expert*innen fordern deshalb gesetzliche Änderungen.

3.7.2020 Endlich: Frauenärzt*innen dürfen Abtreibungspille "Mifegyne" verschreiben

Der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist in Österreich leichter geworden. Fortan bekommen ungewollt Schwangere die Tablette für einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch auch bei Gynäkolog*innen. https://wienerin.at/endlich-frauenarztinnen-durfen-abtreibungspille-mifegyne-verschreiben

Die Anfragen sind zu finden, wenn man auf http://www.parlament.gv.vat das Suchwort "Mifegyne" eingebt. Hier der Link zu den Anfragen:

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02769/imfname_810580.pdf (Familienministerium)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02770/imfname_810589.pdf (Gesundheitsministerium)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02831/imfname_810937.pdf (Frauenministerium)

 


Diese Grafik hat eine Mutter entworfen in Erinnerung an Ihre in der 6.SSW verstorbene Tochter. Die Mutter trauerte nicht nur um ihr Kind, sondern auch darum, das sie ihre Tochter am Standesamt nicht als Fehlgeburt dokumentieren und nicht beerdigen durfte
Diese Grafik hat eine Mutter entworfen in Erinnerung an Ihre in der 6.SSW verstorbene Tochter. Die Mutter trauerte nicht nur um ihr Kind, sondern auch darum, das sie ihre Tochter am Standesamt nicht als Fehlgeburt dokumentieren und nicht beerdigen durfte

Sehr geehrte Leser und Leserin

persönlich begrüße ich es sehr, das Mifegyne auf Rezept nun niederschwellig auch bei Gynäkologinnen und Gynäkologen erhältlich ist, und nicht nur in Kliniken.

Doch wer ausschließlich der Medizin vertraut, wird um vieles gebracht:

Da die Schwangere durch den Arzt zu wenig Informationen bzw Begleitung erhält, ist die Folge der Einnahme u.U. (sehr) traumatisierend: Mifegyne stoppt die Nährstoffversorgung des Kindes. In einem oft mehrtägigen Kampf stirbt das Kind qualvoll im Mutterleib. Die Mutter erlebt diesen schmerzhaften Todeskampf mit und sieht oft sogar ihr Kind abgehen.

 

Bestattungsrecht

In der Friedhofsverwaltung zuvor nachfragen, denn der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Wenn die Mutter ihr vor der 18. SSW verstorbene Kind auffängt, und sie es nicht der Totenbeschau zuführt - kann sie es auf einem Friedhof in einem bestehenden Grab ohne Bestatter, nur mit Unterstützung eines Totengräbers beerdigen. Die Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm (§ 1 Abs. 5 Z 2 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz - WLBG) ist seit 17.09.2004 in Geltung. Eine Beerdigungsmöglichkeit für vor der 18.SSW verstorbenen Kinder besteht nicht in den von der Bestattung Wien betreuten Sammelgräbern für Fehlgeburten 1 & 2, aber mit anderen Bestattern im Sammelgrab der still geborenen in 1140 Wien.

Das Bundesministerium für Familie und Jugend www.bmfj.gv.at , Abteilung 1/4 berichtet:

Der Familienhärteausgleich erbringt finanzielle Unterstützungsleistungen für Familien in folgenden Bereichen:

Einmalige Zuwendung an Familien, welche durch ein besonderes Ereignis (Schicksalsschläge wie z.B. Todesfall, Krankheit, Behinderung, Naturereignis) in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Voraussetzung ist der Bezug von Familienbeihilfe und der Besitz der Österreichischen bzw. EU - Staatsbürgerschaft. Broschüre

 

Standesamt

In vielen Ländern gilt wie z.B. in Deutschland und Österreich: Hat die Mutter eine med. Bestätigung über ihre Schwangerschaft/ Fehlgeburt, kann sie am Standesamt eine Urkunde beantragen, damit ist ihr Kind namentlich erfasst als Fehlgeburt.

 

Inschrift auf Grabstein

Der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Da ein Steinmetz keine Dokumente kontrolieren darf, kann ohne Urkunde die Frau einen Steinmetz beauftragen und so am Grabstein sich eine Erinnerung an ihr Kind sich schaffen.

 

Viele Frauen werden in dieser für sie persönlich sehr schwierigen Zeit nicht begleitet, auch selten mit alles umfassenden Informationen versorgt. Die fehlende Begleitung und vieles andere mehr verursacht bei vielen Frauen ein Trauma, da sie völlig alleingelassen geblieben sind, denn der Gynäkologe verschreibt nur die Pille und die Frau kann sich anschließend in der Apotheke die Tabletten holen und zu Hause selbstverantwortlich einnehmen. Es gibt auch die Variate, das der Gynäkologe die Tablette gibt und er bei der Einnahme der Pille anwesend ist, doch den weiteren Vorgang begleitet er nicht - da die Schwangere nach Hause entlassen wird.

 

Weitere Info zu Mifegyne-Schwangerschaftsabbruch finden Sie hier. ...

 

Das wollte ich Sie wissen lassen. Vielleicht haben Sie eine Idee, wie sich der aktuelle Zustand liebevoller begleidend gestalten lässt.


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